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HC Lok Peitz vs. TSG Lübbenau 68 III 24:33 (11:15)
 
 
Klebender Ball, Zweikämpfe, Paraden, Torjubel. Lang genug musste pandemiebedingt auf all das Schöne, das den Handball ausmacht, verzichtet werden. Doch am 12.09.2021 startete auch für die Peitzer Handballer – man möchte meinen endlich – die neue Spielzeit 2021/22. Bedingt durch die Verlegung der eigentlichen, schon traditionellen, Auftaktpartie in Forst, starteten die Jungs von Trainer Steffen Ramm also mit einer Woche Verzögerung in den aktuellen Spielbetrieb. Die neue Auftaktpartie in der Sporthalle der Oberschule Peitz hatte es dann auch sofort in sich, denn mit der dritten Vertretung der TSG Lübbenau wartete auch gleich der Klassenprimus der letzten Jahre auf den sportlichen Vergleich.
 
 
Mit dementsprechend von Anfang an klarer Rollenverteilung fiel auch die Ansprache des Trainers bestehend aus einer Kombination von Demut und Understatement aus. Lernen, Abläufe üben, im Angriffsspiel zueinander finden, den Defensivverbund stärken. Vor allem aber die Gäste ärgern und das Spiel so lang wie möglich offenhalten. Man könnte meinen, ein Testspiel unter Wettkampfbedingungen. Dass die Hausherren das Ganze dann doch deutlich ernster nahmen, machten sie von Anfang an sehr klar. Geführt von einem bärenstarken Kevin Hillner auf der Spielmacherposition gingen die Peitzer Hausherren schnell mit 2:0 in Führung. Dass die „1“ für die Gäste erst nach 5 Minuten auf der Anzeigetafel aufleuchtete, darf dabei durchaus als Qualitätsmerkmal der Peitzer Abwehr verstanden werden, die dem physisch und auch in der kaderlichen Breite deutlich stärker aufgestellten Gast aus dem Spreewald somit von Anfang an klarmachte, dass auch sie für jedes Tor hart zu arbeiten haben und nichts hergeschenkt wird. In der Folge gestaltete sich die erste Halbzeit sehr offen. Im Angriff konnten einige einstudierte Kombinationen gespielt und teils erfolgreich abgeschlossen werden, in der Abwehr half man sich gut aus und zwang die Gäste zu einigen leichten Fehlern, die man mittels gutem Umschaltspiel zu leichten Toren ausnutzen konnte. Einzig Rene Sewald bekamen die Peitzer überhaupt gar nicht in den Griff. 6 seiner insgesamt 11 Tore erzielte der Halbrechte bereits im ersten Spielabschnitt und zeigte damit klar auf, dass die linke Abwehrseite der Gastgeber zu oft in Unterzahl geriet. Mit einem guten 11:15 ging es dann in die Pause. Dementsprechend lässt sich die Halbzeitansprache von Trainer Steffen Ramm grob unter „Weiter so.“ zusammenfassen.
 
 
In der zweiten Halbzeit fanden die in Gelb auftretenden Gäste dann zunehmend besser ins Spiel und zeigten mit teils sehenswerten Angriffen, warum sie in den letzten Jahren zum obersten Regal der Liga gehörten. Doch trotz schwindender Kräfte steckten die Peitzer Jungs nicht auf und kämpften für jedes Tor. Vor allem der von den Lübbenauer gelobte – ein seltenes Privileg – Kevin Hillner fand immer wieder die Lücken im gegnerischen Abwehrverbund und konnte teils sehenswert einnetzen und so gelang es den Gästen zu keinem Zeitpunkt einen wirklichen Lauf hinzulegen und sehr deutlich davonzuziehen. Ein Verlauf mit dem die Gastgeber durchaus zufrieden sein können und werden. Die erste Halbzeit mit 4 Toren, die zweite mit 5 Toren verloren. Darauf lässt sich aufbauen. Das war ein, alles in allem, guter Saisonauftakt der Mannschaft von Steffen Ramm.
 
 
Peitz mit: Schulze S., Schulze V. – Mechling, Proske (1), Hillner (8), Markus (5/1), Urlacher (3), Zinn (2), Bernickel (1), Kunze (4) und Trainer Ramm
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